Judentum als Ressource im Umgang mit Konflikten?!
30.04.2026 , (1OG) Stresemann
Sprache: Deutsch

Dieser Workshop stellt das Verhältnis von jüdischen Traditionen und Handlungsstrategien im Umgang mit Konflikten in den Fokus. Jüdische Denktradition lebt auch vom Streit – aber nicht vom Streit um des Streits willen. Der Talmud selbst ist ein Dokument gelebter Kontroverse, in dem widersprüchliche Meinungen nebeneinander stehen dürfen.
Mit Freude am Denken, mit Neugier auf andere Positionen wollen über Konflikte und die Ressourcen die im Judentum Stecken diskutieren . Fragen um die es gehen kann sind: Was bedeutet es ein jüdischer Umgang mit Konflikten? Welche Ressourcen finden wir in jüdischen Texten, im Alltag und in der Geschichte unserer Gemeinschaft? Können uns diese Ressourcen helfen die Gesellschaft zu gestalten?


Der Workshop beginnt mit einem kurzen Impuls, der verschiedene Perspektiven auf jüdische Konflikttraditionen eröffnet. Danach tauchen wir gemeinsam ein in den Erfahrungsaustausch mit geteilten Wissen, Fragen und Gedanken.
Leitfragen können etwa sein:
Welche Quellen und Strategien helfen uns, Konflikte als Teil des alltäglichen Miteinander zu verstehen?
Wie übersetzen wir jüdische Rituale und Werte in die Sprache unserer heutigen Gesellschaft? Und nutzen Aspekte von „religiös literacy“ um zwischen unterschiedlichen Lebensbereichen zu manövrieren?
Wo liegen die Grenzen zwischen harter Diskussion und sanftem Miteinander?
Was können wir aus der Chevruta-Tradition lernen, das u.a. Widerspruch und Diskussion als Weg des Lernens begreift?
Wie integrieren wir jüdische Tradition in das Leben in der modernen Welt?
Warum teilnehmen?

Tanja Berg ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis im Bereich Demokratie und Zivilgesellschaft, Interreligiöse Strukturen und Fragen des demokratischen Miteinanders. Sie engagiert sich in Berlin in der Synagoge Fraenkelufer und ist im Vorstand Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer.

Diese(r) Vortragende hält außerdem: